20. Juli
Zwei Jugendliche, einer von ihnen noch minderjährig: der 16-jährige Mahmoud
Asgari und der 18-jährige Ayaz Marhoni wurden wegen homosexueller Handlungen am 20. Juli 2005 an Baukränen in der Innenstadt von Mashad (Iran) gehängt. Die Hinrichtung fand öffentlich und im Beisein einer Vielzahl von Zuschauern statt.
Der Anwalt des minderjährigen Angeklagten Ruhollah Rasaszadeh erklärte, er habe nach dem erstinstanzlichen Urteil unter Hinweis auf die Minderjährigkeit seines Mandanten Berufung eingelegt. Das Hohe Gericht jedoch bestätigte das Urteil in der ersten Instanz. Das Urteil des Landkreises 19 wurde von der höchsten gerichtlichen Instanz im Iran überprüft und bestätigt und vollstreckt.
Noch kurz vor ihrer Hinrichtung mussten die beiden, Berichten zufolge, auf einer Straßenkreuzung vor einer johlenden Menge 228 Peitschenhiebe über sich ergehen lassen. Amnesty International klagt die barbarische Praxis an.
Derzeit warten 30 Jugendliche im Iran auf ihre Exekution. Im Iran sind männliche Straftäter im Alter von 15 Jahren voll strafmündig, Mädchen sogar schon ab 9 Jahren.
(Quellen: AFP, ISNA, spiegel Online; Fotos: dpa)
Am 8. Oktober 2006 findet
2005


Ein Reporter der iranischen studentischen Nachrichtenagentur ISNA hatte kurz vor der Hinrichtung die Möglichkeit, mit den Angeklagten zu sprechen. Diese wiederholten mehrmals, dass sie vierzehn Monate nach dem Urteil ihre "Tat" bereuten und "einsichtig" seien. Einer der Angeklagten sagte sogar, er wusste zwar, dass homosexuelle Handlungen strafbar sind, nicht jedoch, dass sie mit dem Tode bestraft werden.
zwischen 12 und 14 Uhr eine Aktion von amnesty international auf dem Potsdamer Platz in Berlin gegen die Hinrichtung von Minderjährigen im Iran statt.